Papierflieger

#PerfectStore: Digitale Gefühle am POS

Emotionale Wahrnehmung noch immer der Schlüssel!

Die EuroShop in Düsseldorf brachte es mit ihrer Einteilung in sogenannte „Erlebnis-Dimensionen“ auf den Punkt: Emotionale Wahrnehmung ist nach wie vor der Schlüssel zum Konsumenten. Der Kunde möchte von einem attraktiven Verkaufsumfeld inspiriert werden, das zum Verweilen anregt. Was lange dem stationären Einzelhandel zum Erfolg verholfen hat, reicht aber oft nicht mehr. Neben dem bloßen Wohlfühlen an einem Ort geht es nämlich immer mehr um Lifestyle. Ein Lebensgefühl lässt sich aber nur schwer auf stationärem Raum einengen, vielmehr begleitet es uns jederzeit und überall.

Daher steht neben der emotionalen Wahrnehmung das Omni(channel-)Retailing im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Aber was ist dann ein #PerfectStore?

Dank Tante Emma wissen wir: Perfekt ist nicht gleich durchgestylt. Vielmehr geht es darum, abhängig von seiner jeweiligen Umgebung auf die spezifischen Bedürfnisse der Konsumenten einzugehen. Man spricht in diesem Zusammenhang von der „Customer Journey“. Mehr noch: Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Kopfkino der Kunden, im Storytelling. Es muss, möglichst einfach und klar, eine authentische Geschichte vermittelt werden. Die Brille des Kunden darf dabei niemals abgesetzt werden. Der Laden ist damit zwar immer noch nicht perfekt, aber er lässt eine Sogkraft entstehen, die Interesse schürt und die Zielgruppe in den Laden zieht. Denken Sie nur einmal an die schwimmenden Märkte im Mekong Delta oder die stadioneigene Würstchenbude während eines Fußballspiels. Wichtig ist dabei, die Zielorientierung im Blick zu behalten. Geht es darum, Aufmerksamkeit zu wecken, dann sind sogenannte „Nicht-Orte“ die perfekte Location, beispielsweise die Fashion Show eines Luxuslabels in der Wüste. Geht es darum, Umsätze zu generieren, muss man nahe am Kunden bleiben und ihn begleiten. Ziel des #PerfectStore ist es immer, Attraktivität zu schaffen, und zwar unabhängig vom Preis. Denn der Preis ist mittlerweile keine Stellschraube mehr, die mobilisiert. Dank der Verfügbarkeit im Netz findet man im Zweifel immer irgendwo das Produkt noch etwas günstiger.

Deshalb ist es ungemein wichtig, durchgängig, online wie offline, sexy und interessant zu sein. Den roten Faden dafür liefert Ihre Geschichte, Ihre Story Line. Diese darf an manchen Stellen durchaus brüchig sein, wesentlich ist, dass der Gesamteindruck stimmt. Zu harmonisch und einheitlich kommt schnell als altbacken und langweilig daher. Besser ist eine sich selbst entwickelnde Story mit individueller Auflösung. Je pfiffiger, klarer und vor allem authentischer diese ist, desto erfolgreicher ist Ihr Konzept.

Keine Chance verpassen!

Die Suche nach dem #PerfectStore führt uns also zu keinem Allgemeinrezept, aber  zu neuen Denkansätzen, wobei, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, Bewährtes neu kombiniert wird. Der Besuch im stationären Shop lohnt sich, denn an diesem Ort der Verführung wird der Kunde immer wieder mit neuen Ideen inspiriert. Virtuell steht dagegen mehr die Bequemlichkeit im Vordergrund: 24/7 Verfügbarkeit und ein exzellenter Lieferservice bestimmen maßgeblich die Beliebtheit im Netz. Auf der einen, der realen Seite geht es also um den Erlebniskauf, während die andere, die virtuelle Seite durch Convenience bestimmt wird. Kombiniert ergibt beides eine perfekte Symbiose und erfindet für den Kunden einen völlig neuartigen Erlebnisraum. Retail Räume, so wie wir sie bisher kennen, werden nach und nach verschwinden. Die Zukunft, da ist sich Wolfgang Gruschwitz, Geschäftsführer der Gruschwitz GmbH sicher, liegt vielmehr im RetVenture, eine Mischung aus Retail und Adventure.

Doch egal, in welcher Welt man gerade unterwegs ist: Der #PerfectStore fasziniert durch eine perfekte Abstimmung auf die jeweiligen Kundenbedürfnisse. Dabei geht es immer darum, sich ungestört seinem persönlichen Lifestyle hinzugeben. Kleine Mängel werden dabei durchaus verziehen, denn: Besser als perfekt ist attraktiv und sexy!

#PerfectStore Gruschwitz at EuroShop 2017

#PerfectStore @ EuroShop 2017

Der #PerfectStore der Gruschwitz GmbH – eine Fallstudie

Auf der diesjährigen EuroShop löste sich die Gruschwitz GmbH von dem Designer Village und präsentierte sich auf einem eigenen Stand in Halle 12 (A20).

Ein überdimensionaler JENGA Turm stellt die Suche nach dem #PerfectStore spielerisch dar (Gamification) und macht sie haptisch erlebbar. Der Turm besticht in seinem Ursprung ästhetisch durch seine homogene Dominanz und vermittelt dabei als Fels in der Brandung Sicherheit. Im Spiel lassen sich einzelne Bauelemente herausziehen, analysieren, digitalisieren und wieder neu aufbauen (Disruption). Aufbau, Zerlegung, Wiederaufbau – in der Veränderung liegt die Beständigkeit. Belohnt wird man am Ende mit dem Unerwartetem, dem Zufälligen, kurzum mit überraschenden Neuentdeckungen, für die es gilt, offen zu sein. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von Serendipity. Kleine Gucklöcher stacheln die Neugierde an und entfachen den triebhaften Voyeur in uns. Bei den versteckten Abbildungen des #PerfectStore stolpert man dabei durchaus auch über einen Kaugummiautomaten. Ist der Besucher davon enttäuscht? Nein. Und falls doch, sieht er darüber großzügig hinweg. Denn entscheidend ist nicht das Was, Wie oder Wo man kauft, sondern einzig und allein die Frage nach dem Warum. Hier setzt das Kopfkino an und je authentischer die Story Line vermittelt wird, desto höher die Begierde. Eine geschickte multisensuale Ansprache kann zudem eine verstärkende Wirkung haben, daher gab es am Gruschwitz Stand handverlesenen Kaffee aus Costa Rica sowie frisch gepressten Orangensaft. Fat Boys, mit kuscheligen Fellen versehen, boten eine heimelige Rückzugsmöglichkeit (Cocooning), ließen die Gäste einen Moment lang das geschäftige Messetreiben ausblenden und luden zum entspannten Verweilen ein. Zu guter Letzt war Humor ein wesentlicher Bestandteil des Auftritts, denn nur wer über sich selbst lachen kann, gilt als wahrhaft souverän. So wurde die Arbeitsweise bei Gruschwitz auf Postkarten mit witzigen, teils provokanten Begriffen dargestellt, die (wie z.B. „undisziplinierte Malocher“) emotional so ausdrucksstark waren, dass sie auch ganz ohne Bilder auskamen. Selbstverständlich führt Gruschwitz seine Geschichte online unter #PerfectStore weiter. Egal ob real oder digital: Im Zentrum steht, ganz im Sinne des Gruschwitz-typischen Emotional Retailing, viel Gefühl.

2005 machte die Gruschwitz GmbH das erste Mal mit der Gestaltung und dem Ausbau der Markenwelt innerhalb der Allianz Arena München international auf sich aufmerksam. Zu ihren Kunden zählen u.a. der adidas, Burberry, Steiff und Superdry. Seit 2016 bietet die Gruschwitz GmbH mit ihrer Sparte WAKETO nicht nur eine E-Learning Plattform für den stationären Einzelhandel, sondern liefert auch maßgeschneiderte Agenturlösungen zum Digital Retail. Der Erfolg dieses integrativen Denkansatzes spricht für sich: Bei den diesjährigen Nominierungen des EuroShop RetailDesign Awards gingen mit dem Eurotrade Duty-free-Shop (München/Deutschland), dem Schüller AusstellungsCenter (Herrieden/Deutschland) und dem Weber Original Store (Berlin/Deutschland) gleich drei Gruschwitz Projekte an den Start.


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About Gruschwitz

Gruschwitz ist ein führendes internationales Design- und Marketingbüro mit 360° Leistungsspektrum. Ob für Beauty, Fashion, Food, Lifestyle, Services, Shoes oder Sports – unser Team inszeniert marken- und zielgruppengerechte Erlebniswelten mit individuellem Charakter und unverwechselbarem Profil. Zu unseren gehören unter anderem Weber Grill, SuperDry, Jaguar/Land Rover und Red Bull, sowie sämtliche Marken der Inditex-Gruppe (wie z.B. Zara und Massimo Dutti).